Die 4. Phase des Wassers
Ordnung statt Zufall
Im ersten Teil ging es um eine grundlegende Erkenntnis:
Wasser verhält sich im menschlichen Körper anders als im Glas.
Doch was bedeutet das konkret?
Was ist dieser „vierte Zustand“, von dem in der modernen Wasserforschung zunehmend die Rede ist?
In diesem Artikel schauen wir präzise und sachlich auf das, was unter der 4. Phase des Wassers verstanden wird – und warum sie für biologische Systeme relevant ist.
Warum ein vierter Zustand notwendig wurde
Die klassischen drei Aggregatzustände beschreiben Wasser unter technischen Bedingungen gut.
Für lebende Systeme reichen sie jedoch nicht aus.
Denn im Körper liegt Wasser nicht isoliert vor. Es befindet sich ständig in Kontakt mit:
- Zellmembranen
- Proteinen
- Gewebeoberflächen
Diese Oberflächen sind hydrophil – sie ziehen Wasser an.
Und genau an diesen Grenzflächen zeigt Wasser ein anderes Verhalten.
Exclusion Zone Water – ein geordneter Zustand
Der Biophysiker Gerald Pollack konnte zeigen, dass sich Wasser an hydrophilen Oberflächen in eine hochgeordnete Struktur umorganisiert.
Dieser Zustand wird als Exclusion Zone Water (EZ-Wasser) bezeichnet.
Der Begriff „Exclusion Zone“ beschreibt eine messbare Eigenschaft:
In diesem Wasserbereich werden gelöste Stoffe aktiv ausgeschlossen. Es entsteht eine klar abgegrenzte Zone mit eigenen physikalischen Eigenschaften.
Was EZ-Wasser von normalem Wasser unterscheidet
EZ-Wasser ist kein theoretisches Konstrukt, sondern physikalisch beschreibbar.
Zu den zentralen Eigenschaften gehören:
- Geordnete Molekülstruktur
Die Wassermoleküle ordnen sich in einer stabilen, meist hexagonalen Struktur an. - Elektrische Ladung
EZ-Wasser trägt eine negative Ladung, während angrenzende Bereiche positiv geladen sind. - Erhöhte Stabilität
Dieser Zustand ist deutlich langlebiger als normales Flüssigwasser. - Klare Grenzzone
EZ-Wasser ist deutlich vom umgebenden Wasser unterscheidbar.
Diese Eigenschaften wurden experimentell nachgewiesen und sind reproduzierbar.
Warum Ordnung biologisch sinnvoll ist
Biologische Prozesse benötigen Struktur.
Transport, Signalübertragung und Regulation funktionieren effizienter in einem geordneten Medium.
EZ-Wasser erfüllt genau diese Rolle:
- Es bildet sich dort, wo Zellen arbeiten
- Es stabilisiert die unmittelbare Zellumgebung
- Es schafft klare Bedingungen für biochemische Abläufe
Statt eines chaotischen Flüssigkeitsraums entsteht ein funktioneller Arbeitsbereich für Zellen.
Die Rolle von Energie und Umweltfaktoren
EZ-Wasser entsteht nicht zufällig.
Seine Bildung wird begünstigt durch:
- Licht
- Kontakt mit hydrophilen Oberflächen
- bestimmte physikalische Bedingungen
Das zeigt:
Wasser reagiert aktiv auf seine Umgebung. Es ist kein passiver Stoff, sondern ein dynamisches System, das sich anpasst.
Ein neues Verständnis von Wasser im Körper
Wenn Wasser im Körper strukturiert vorliegt, verändert sich der Blick auf Hydration grundlegend.
Nicht jede Flüssigkeit ist automatisch funktional.
Entscheidend ist, wie gut Wasser in diesen geordneten Zustand übergehen kann.
Damit wird verständlich, warum:
- Wasserqualität mehr ist als Reinheit
- Struktur eine Rolle spielt
- und biologische Nutzung nicht identisch mit chemischer Zusammensetzung ist
Ausblick
Die 4. Phase des Wassers erklärt, wie Wasser im Körper organisiert ist.
Doch sie beantwortet noch nicht die praktische Frage:
Was bedeutet dieses Wissen für unseren Alltag?
👉 Im nächsten Artikel geht es darum, warum Trinken allein nicht ausreicht und weshalb viele Menschen trotz ausreichender Flüssigkeitszufuhr nicht optimal hydratisiert sind.